Portrait Olivier Guez
© Ali Ghandtschi

Gast des ilb 2018, 2020, 2021.

Bibliographie

La grande alliance

[Mit Frédéric Encel]

Flammarion

Paris, 2003

 

Die Mauer fällt

[Mit Jean-Marc Gonin]

Piper

München, 2009

[Ü: Helmut Reuter]

 

Heimkehr der Unerwünschten

Eine Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945

Piper

München, 2011

[Ü: Helmut Reuter]

 

American Spleen

Flammarion

Paris, 2012

 

Eloge de l’esquive

Editions Grasset et Fasquelle

Paris, 2014

 

Das Verschwinden des Josef Mengele

Aufbau

Berlin, 2018

[Ü: Nicola Denis]

 

Koskas und die Wirren der Liebe

Aufbau

Berlin, 2020

[Ü: Nicola Denis]

 

Olivier Guez [ Frankreich, Italien ]

Olivier Guez, 1974 in Straßburg geboren, ist ein französischer Schriftsteller. Er ist Absolvent der Sciences Po Strasbourg und erhielt einen Master-Abschluss von der London School of Economics und vom Collège dʼEurope in Brügge. Als Journalist hat er für »Le Monde«, »Le Point«, die »FAZ«, »The New York Times« und »Il Corriere delle Sera« geschrieben.

Erste größere Bekanntheit als Autor erlangte Guez mit seinem 2007 erschienenen Buch »LʼImpossible retour. Une histoire des juifs en Allemagne depuis 1945« (2007; dt. »Die Heimkehr der Unerwünschten. Eine Geschichte der Juden in Deutschland nach 1945«, 2011), das die Situation jüdischer Remigrant*innen nach dem Zweiten Weltkrieg beschreibt. Auch seine anderen, meist der deutschen oder europäischen Geschichte gewidmeten Bücher bewegen sich zwischen historischer Rekonstruktion und dokumentarischem Roman, etwa der 2009 erschienene, gemeinsam mit Jean-Marc Gonin verfasste Tatsachenroman »La Chute de Mur« (2009; dt. »Die Mauer fällt«, 2009) oder der 2017 veröffentlichte Roman »La Disparation de Josef Mengele« (2009; dt. »Das Verschwinden des Josef Mengele«, 2018), der ein nüchternes und nichtsdestoweniger höchst plastisches Porträt des einstigen Lagerarztes von Auschwitz entwirft. Der Roman wurde für den Prix Goncourt nominiert, erhielt 2017 den Prix Renaudot und entwickelte sich zu einem internationalen Bestseller. Für das thematisch an den Roman anknüpfende Drehbuch des deutschen Spielfilms »Der Staat gegen Fritz Bauer« (2015; Regie: Lars Kraume) erhielt Guez 2016 den deutschen Filmpreis. Sein moderner Schelmenroman »Les Révolutions de Jacques Koskas« (2014; dt. »Koskas und die Wirren der Liebe«, 2020) handelt von einem jungen Franzosen, der sich durchs Berlin des neuen Jahrtausends schlägt.

Guez lebt in Rom.